Ruff’s Burger (M)

Vorletztes Wochenende hat es mich in das nahegelegene Ausland verschlagen – nach München. Nach der ein oder anderen Erkundungstour quer durch die Stadt und lange Nächte mit-ohne Schlaf (inkl. einem Besuch bei McDonalds am Stachus, welch Fauxpas für eine hungrige Burgermeisterin 🙈) stand ich vor der Qual der Wahl: Welcher Burgerladen sollte beehrt werden? Meine Wahl fiel auf Ruff’s Burger, die kleine aber feine Filiale am Rindermarkt war mir bereits am Tag zuvor ins Auge gestochen. Einst 2008 als Burger-Experiment auf dem Wochenmarkt an der Münchner Freiheit gestartet, mauserte sich Ruff’s Burger (ehemals Eat the Street) zu einer kleinen Kette von mittlerweile sechs Lokalitäten – in München, Umgebung & in Frankreich, nahe der Grenze.

Ambiente

Ruff’s Burger am Rindermarkt ist ein recht überschaubarer und schnörkelloser Imbiss – mit offener Küche, die dazu einlädt, dem Koch über die Schulter zu schauen. Wendet man den Blick nach oben, offerieren große Tafeln das überschaubare Angebot. Die Innenplätze sind recht rummelig. Draußen lässt es sich hingegen entspannt sitzen. Auch wenn die schlichten Holzhocker nicht unbedingt zu einem stundenlangen Aufenthalt einladen und Selbstbedienung angesagt ist. Imbiss bleibt Imbiss.

Mich lacht der Giggly Burger (6,20 €) an, der im Menü mit Pommes und einem Softgetränk (Coca-Cola-Company & Co.) für 4,50 € mehr daher kommt.

Man nehme ein Beef-Patty, Chesterkäse, in Balsamico geschwenkte Zwiebeln, Giggly Soße, Sweet Honey Mustard und Burger Soße sowie Salat, Tomate und Gurke – fertig ist der Giggly Burger!

Bun

Bei dem Bun ist die Qual der Wahl nicht allzu groß: Es gibt lediglich eine Sorte. Man sieht dem Brötchen bereits an, dass es selbstgebacken ist – und so schmeckt es auch. Weich und fluffig! Es fügt sich in den Gesamtgeschmack harmonisch ein.

Patty

„Wir braten unser Fleisch medium! Solltet ihr es anders wollen, lasst es uns wissen!“ – gute Leute! So sollte es sein. Das Patty kommt locker und saftig daher. Die Würzung ist zwar nicht außergewöhnlich aber durchaus solide. Allerdings frage ich mich, warum der Chester so ungewöhnlich weich ist und vor allem: Warum liegt er nicht direkt auf dem Fleisch? Macht man das in München so? 😉 Die in Balsamico angedünsteten Zwiebeln sind gut abgeschmeckt und peppen den Burger ordentlich auf. Die Giggly Soße entpuppt sich – auf Nachfrage – als BBQ-Soße, die zu meiner Entzückung jedoch nur entfernt an BBQ erinnert. Wahre Liebhaber des rauchigen Geschmacks dürften jedoch enttäuscht werden. Die Honey Mustard und Burger Soße scheinen sich mit dem Gesamtsoßenwerk vermischt zu haben und stechen nicht wirklich heraus.

Pommes

Mit ihrem dicken Schnitt und dem doppelten Tanz durch die Friteuse sind die Fritten ihrerseits hervorragende Vertreter der belgischen Version. Sie sind jedoch leider nichts besonderes. Schmecken tun sie trotzdem, wenn auch ziemlich 08/15.

Soßen

Soßen-Oktett
Lime-Mayo in Großaufnahme

Zu den Pommes darf man sich eine Soße nach Wahl aussuchen. Das Sortiment wird besonders dekorativ in Döschen präsentiert – und ist bereits abgepackt. Mir hat es die Lime-Mayo angetan (unten links). Äußerlich lässt sie sich kaum von ’normaler‘ Mayo unterscheiden. Apropos, Mayo und Ketchup lassen sich on the top in großen Flaschen ordern. Imbiss-Style eben. Die Lime-Mayo ist leider weniger limettig-erfrischend, als gedacht. Mit ein wenig Fantasie schmeckt man eine leichte Frische heraus aber das war es dann auch.

Fazit

Mit 10,70 € im Menü stimmt – vor allem für München – das Preis-Leistungsverhältnis. Wer keinen Sterneburger, sondern eine solide und leckere Variante des Patty-Brötchen-Soßen-Verschnitts sucht, ist bei Ruff’s richtig. So richtig liebevoll (und ja, das ist auch bei einem Imbiss möglich) geht allerdings anders. Abzug gibt es für die etwas unaufmerksame Bedienung, die bei zwei Bestellungen glatt die zweite vergaß.

★ ★ ☆ ☆ ☆
Optimales Katerfrühstück. Oder für den kleinen-großen Hunger zwischendurch.