Dom Konstanz (KN)

Konschstanz, du wunderschönes Kleinod. Es ist Liebe auf den ersten Blick. ❤ Da mich auf Erkundungstour eher früher als später der Burgerhunger packt, führt kein Weg am Dom vorbei. Nein, damit meine ich nicht eines der Gotteshäuser, sondern vielmehr die Lokalität. Bereits seit 2008 zaubert das Dom in der Konstanzer Altstadt Burger auf den Teller. Nun lautet die Frage aller Fragen: Können diese mit dem fantastischen Ausblick mithalten?

Ambiente

Auch wenn einen der Ausblick von der Terrasse des Doms nicht direkt ans (gefühlte) Mittelmeer katapultiert, sitzt man herrlich ruhig und gemütlich inmitten des historischen Stadtteils Niederburg. Im Inneren des Restaurants lockt eine riesige Bar mit stilsicherem Interieur.

Funky Turkey Tango, Herkules Burger oder Gänseblümchen Massaker? Die Bezeichnungen der Burgerkunstwerke machen neugierig … Meine Wahl fällt auf den italienisch angehauchten Mafia Burger in der normalen Größe inkl. Kartoffel-Wedges (9,90 €). Für 11,90 € bekommt man die große Ausführung.

Tadaa, der Mafia Burger mit Beef-Patty, Mozzarella, Parmesan, Rucola, Tomate, Sweet-Honey-Mustard-Soße und Sesam-Bun

Bun

Leider wird der Burger in normaler Größe mit einem Fertig-Sesam-Bun serviert. Bei der großen Variante ist es hingegen möglich, diesen mit einem selbstgemachten Brötchen (Vollkorn-Dinkel oder Weizen) zu erhalten. – allerdings zu einem saftigen Aufpreis von 2 €. Erwartungsgemäß schmeckt das Fertig-Bun nicht überragend aber es ist ein wenig angeröstet und dadurch nicht allzu labberig.

Patty

Das 120g-Patty hat in etwa einen Durchmesser von 10 cm. Für den großen Hunger stehen 200g Beef zur Verfügung. Das Fleisch stammt aus regionaler Produktion. Bei der Kombination mit Soße, Parmesan, Mozzarella und einer guten Handvoll Rucola geht das Patty geschmacklich beinahe ein wenig unter. Es sticht nicht heraus, schmeckt aber dennoch saftig und solide. Die große, runde Mozzarella-Scheibe lässt darauf schließen, dass es sich um die Industrievariante handelt. Da hätte ich mir anderes gewünscht.

Pommes

Alle Burger kommen mit Kartoffel-Wedges auf den Tisch. Gegen Aufpreis lässt sich diese Beilage jedoch auch variieren (2,20 € für handgeschnittene Süßkartoffelfritten). Auch wenn es sich um die TK-Version handelt, sind die Wedges gut gewürzt und ansprechend arrangiert.

Soßen

Na endlich: Die Soßen sind hausgemacht und ohne Geschmacksverstärker. Das merkt man der Sweet-Honey-Mustard-Soße an – im positiven Sinne. Sie schmeckt herrlich frisch mit einer süßlichen Note. Als Dip traue ich mich an die New Galaxy Cream heran, dessen Geschmack dem Namen doch sehr ähnelt. Stückig, wie sie ist, erinnert sie an Coleslaw. Lecker.

Nice to have

Die Dips machen in der Tat neugierig!

Fazit

Lecker ist es, aber: Für meinen Geschmack werden eindeutig zu viele Convenience-Produkte (Bun, Mozzarella, Fritten) verwendet. Es gibt zwar die Möglichkeit, seinen Burger nach und nach in eine Clean-Food-Kreatur zu verwandeln (selbstgebackenes Bun, handgefertigte Süßkartoffelpommes etc.) aber die ist ganz schön kostspielig.

★ ★ ★ ☆ ☆
Gutes Mittelfeld, aber da geht noch was.