Space Burger (D)

Düsseldorf. Altstadt. Der Tag ist bereits weit vorangeschritten und mich umtreibt ein immenser Burgerhunger. Da überlasse ich es mehr oder weniger dem Zufall, dass ich bei Space Burger lande. Eigentlich hat die Küche bereits geschlossen – aber es wird eine Ausnahme gemacht. Juhuu, der Tag ist gerettet. Und wenn ich eines vorweg verraten darf: Es war ein äußerst deliziöser Wink des Schicksals!

Ambiente

Ähnlich abgefahren wie das Logo kommt der ganze Laden daher. Bei all dem höchst spacigen Retro-Look weiß man gar nicht so recht, wohin man zuerst schauen soll. Besonders die großflächigen Mustertapeten und (Bild-)Schinken in pompösen Goldrahmen hinterlassen einen famosen Eindruck. Das Weltraum-Gaga-Motto (in cool!) zieht sich wie ein roter Faden durch die große Karte, auf dem ein ORB-X 10 (normaler Hamburger) neben einem K. O. Burger oder einem Flash Gordon stehen.

Da mir Berberitzen bis dato völlig unbekannt sind, macht mich der Shirin-Burger (8,50 €) neugierig. Außerdem klingt die Kombi mit gegrillten Pistazien, Mandeln, Haselnüssen, Walnüssen, Berberitzen und Sauerkirschen mit Beef, Käse, Salat, Gewürzgurken, Tomaten, Zwiebeln und süßsaurer Soße nach einer wahren Geschmacksexplosion.
Zwar stehe eher ich als der Burger im Vordergrund dieses Bildes aber der erste Eindruck zählt 🙂

Bun

Das Bun besteht aus einem getoasten und riesigen Sesam-Brötchen. Auf Wunsch ist eine Mehrkornvariante verfügbar. Für den Shirin-Burger ist Sesam perfekt, da es nicht zu viel Eigengeschmack hat und dadurch den anderen Aromen den Vorrang lässt.

Patty

Medium lautet hier die Devise! Sehr vorbildlich. Das Beef stammt aus Deutschland und besteht zu 97 % aus Rindfleisch und zu 3 % aus Gewürzen. Es wird auf einem Lavasteingrill ohne zusätzliches Fett gegrillt. Zusammen mit all den wunderbaren Zutaten wie diverse Nüsse (Pistazien, Mandeln, Hasel- und Walnüsse), Früchte (Berberitzen und Sauerkirschen) sowie Gemüse (das Übliche: Salat, Gewürzgurken, Tomaten, Zwiebeln) UND süßsaurer Soße ist der Shirin-Burger eine wahre Geschmacksbombe. Solch eine Kombi sucht ihresgleichen. Berberitzen sind übrigens eher unter dem Namen Sauerdorn bekannt und haben tatsächlich eine säuerliche Note. Die kleinen, roten Früchte der Zierpflanze sind hierzulande jedoch wenig bekannt. Zu Unrecht, wie ich finde.

Pommes

Das Bild deutet bereits an: Es gibt eine Pommeschlacht, die aus ’normalen‘ Pommes und Kartoffelspalten besteht. Bei beiden bin ich mir nicht so recht sicher, ob sie nicht TK-Ware sind. Schmecken tun sie, aber etwas Besonderes sind sie eher nicht.

Soßen

Ketchup und Mayo gehen immer, auch wenn diese nicht selbstgemacht zu sein scheinen. Dahingegen wird die Chili-Mayonnaise unter der Rubrik „Hausgemachte Soßen“ gelistet. So „cremig-pikant“, wie sie dort beschrieben wird, schmeckt sie wirklich. Weder zu scharf noch zu mild.

Nice to have

Die Bierdeckel mit Burgerprint sind einfach der Knaller. Einer davon hat es sogar tatsächlich an meine Pinnwand geschafft – die Wall-of-Memories.

Fazit

Dieser Zufallsbesuch war ein absoluter Glücksgriff! Es gibt noch mindestens fünf weitere Burger auf der Karte, die ich – nicht nur wegen ihres Namens – gern einmal ausprobieren würde. Die Auswahl ist in der Tat intergalaktisch. So schummeln sich die Burger definitiv in den Vordergrund, die kartoffeligen Beilagen liegen meilenweit zurück. Und psst, die Auswahl an veganen und vegetarischen Varianten ist enorm.

★ ★ ★ ★ ☆
Abgesehen von den Beilagen: superb!