Burgeröse Sommerpause

Die Burgermeisterin meldet sich zur Sommerpause ab! Im September wird es hier etwas ruhiger werden, doch die Vorfreude steigt: Auch am anderen Ende der Welt ist die Burgermeisterin stets für Euch auf Burger-Mission unterwegs. Also, seid gespannt & auf ganz bald! ❤ 🍔

Burgermeister (B)

Nein, das ist nicht die Toilettenschlange inmitten des Berliner Stadtdschungels, sondern vielmehr einer der angesagtesten Burgerläden der Hauptstadt – beheimatet in einem alten, öffentlichen WC. Daran erinnern jedoch lediglich nostalgisch anmutende Schilder und die Lage – direkt unter der Brücke an der U-Bahn Station Schlesisches Tor. Es wurde allerhöchste Zeit, dass die Burgermeisterin dem Burgermeister einen Besuch abstattet!

Ambiente

Reger Andrang am ehemaligen Toilettenhäuschen, in dem seit 2006 feinste Burger gebraten werden
Ganz schön übersichtlich: pro Bestellung wird eine Nummer zugeteilt

Ich wollte es ja erst nicht so ganz glauben, als Freunde von mir meinten, dass man sich beim Burgermeister nicht so lange aufhält. Und sich erst recht nicht großartig verabredet. Jetzt weiß ich es: An einer Imbissbude verweilt man nicht unbedingt, hier ist vielmehr ein Burgerquickie angesagt. Schnell bildet sich eine Schlange – das scheinen auch andere Menschen zu wissen. Um nicht den Überblick zu verlieren, werden pro Bestellung Nummern ausgeteilt, die in 2er-Schritten auf einer großen Tafel erscheinen. Ganz schön klug!

Die Karte ist, erfrischenderweise, recht übersichtlich. So sollte es bei einem kleinen aber feinen Imbiss sein. Meine Wahl fiel auf einen Klassiker: der Cheeseburger (4,80 €) und Cheese Fries (3,10 €).

Der Cheeseburger kommt mit einem Brioche-Bun, Beef-Patty, Käse, Tomate, Gewürzgurke, roten Zwiebeln und einer Ketchup-Mayo-Kombi daher
Ich bin ganz hin & weg: Der Burger wird in einem kleinen Pappbehälter serviert – total praktisch!

Bun

Nach eigener Aussage des Burgermeisters stammt das süßliche Brioche-Bun aus eigener Herstellung und wird täglich frisch gebacken. Und ich kann bestätigen: Mit einem normalen 08/15-Bun hat dieses Brötchen nichts zu tun. Es schmeckt herrlich fluffig und leicht süß. Es dominiert also keinesfalls den Burger. So sollte ein Bun sein, yummie!

Patty

Querschnitt des Objekts der Begierde

Das Rindfleisch wird in der hauseigenen Fleischerei gewolft. Und es hält dem ultimativen Geschmackstest stand: saftig und aromatisch. Es hätte sogar noch ein wenig mehr gewürzt sein können. Das Patty ist recht flach und deshalb bereits gut durchgebraten, aber das tut der Konsistenz keinen Abbruch. Die very special Burgermeister-Soße suche ich vergeblich, aber eine süffige Kombination aus Ketchup und Mayo macht mich auch glücklich.

Pommes

Käseliebe 💯

Die Pommes kommen heiß & knusprig auf den Tisch! Sie sind herrlich dick geschnitten, doch geschmacklich überzeugen die Fritten mich nicht ganz. Die Würzung scheint mir recht langweilig zu sein, doch die extrem käsige Käsesoße hilft schnell darüber hinweg. Sie erinnert mich sofort an meinen letzten Kinobesuch mit Tacos & Käsemassaker. Genauso schmeckt sie. Perfekt wären dazu ein paar frische Kräuter, um das Ganze ein wenig abwechslungsreicher und peppiger zu gestalten. Aber Imbiss ist und bleibt Imbiss, und das ist gut so.

Soßen

Im 7. Himmel: eine Ketchup- & Mayoflatrate!
Käse-Schranke-Fritten

Die Soßenauswahl ist recht eingeschränkt aber das ist auch vollkommen in Ordnung, denn seit langem erblicke ich endlich wieder einen meiner Lieblingspluspunkte: eine Ketchup- & Mayobar. Aus großen Bottichen lassen sich die beiden Soßen in kleine Pappbecherchen (wahlweise mit Deckel) abfüllen. So viel, wie das Herz begeht. Oder aber in die Handtasche passt. Alles ist möglich. 😉

Nice to have

Neben der Ketchup- & Mayoflat bin ich ganz verliebt in eine weiteres Detail: Es gibt Feuchttücher für die Hände! 😍 Eine absolute Rarität in deutschen Burgerläden. Davon können sich andere durchaus eine Scheibe abschneiden …

Feuchttücher for free: juhuuu!

Fazit

Für den kleinen-großen Hunger zwischendurch ist der Burgermeister die perfekte Anlaufstelle! Hier harmonieren Preis und Leistung par excellence. Für wenig Geld gibt es einen leckeren & ehrlichen Burger. Ohne Schnicknack und überteuertes Chi-Chi. Lediglich die Käsefritten erscheinen mir recht überbewertet zu sein und erinnern mich vielmehr an einen meiner letzten Kinobesuche.

★ ★ ★ ★ ☆
Herrlich ehrlich: Beim Burgermeister im historisch-urbanen Ambiente macht man definitiv nichts verkehrt!

Geheimtipp der Burgermeisterin: Lasst euch nicht von allzu langen Schlangen abschrecken. Der Service und auch die Burgerbrater arbeiten schnell und präzise.

Chilees Korean Burgers (B)

Übung & Selbstbeherrschung. Dies sind elementare Soft-Skills, die mir dabei halfen, auf dem Beer & Burger Festival in Hamburg-Altona tatsächlich noch einen zweiten Burger zu verdrücken. Nur für Euch – völlig selbstlos! 🙊 😜 Als ich am großzügigen Stand von Chilees Korean Burgers vorbeischlenderte und einen Blick auf die bunte Karte warf, fiel bei mir der Groschen. Genau dieser Stand ist mir vor gut einem halben Jahr in den Hamburger Messehallen begegnet. Damals habe ich einen Ramen-Burger mit frittierten Nudelnestern – anstatt Bun – gegessen. Doch ich hatte völlig versäumt zu fragen, wer denn eigentlich hinter dieser exotischen Variante steckt. Jetzt ging mir ein Licht auf. Aber sowas von. An diesem Tag sprach mich der Wasabi-Burger mit schwarzen Bun an … Also seid gespannt auf einen Doppeltest!

Ambiente

Sagen wir es so: Der Fokus liegt bei Chilees Korean Burgers eindeutig auf den Burgern und nicht auf irgendwelcher Chi-Chi-Deko.

Den musste ich einfach probieren: Der Black-Wasabi-Burger (7,00 €).

Mit seinem schwarzen Bun, Beef-Patty, Wasabimayo, Salat, rote Zwiebeln, Röstzwiebeln und koreanischer Burgersoße hebt sich der Black-Wasabi-Burger eindeutig von der Masse ab

Throwback: Ging mir einfach nicht aus dem Kopf – der Ramen-Burger (8,00 €)

Öfter mal etwas Neues: Die frittierten Nudelnester ersetzen das Bun. Dazu gibt es ein Beef-Patty, Weißkohl-Kimchi, Rucola, Mayo und Ketchup

Bun

Black Beauty

Bei dem schwarz eingefärbten Bun verhält es sich ein wenig wie mit grünen Getränken – irgendetwas scheint zu flüstern: Das sieht zwar fancy aus aber kann doch nicht schmecken! Diese Stimme sollte Unrecht behalten. Das Bun hat zwar nicht allzu viel Eigengeschmack aber ist dennoch fluffig und luftig.

Bun bzw. frittierte Nudelnester

Bäm! (Frittierte) Nudeln & Hack? Perfekt. Für ein (erstes) Date aber nicht unbedingt geeignet: Wer davon überzeugt ist, dass sich Burger mit den Händen schwierig essen lassen (Hallo?!), der wird an dieser Variante vermutlich verzweifeln. Die knusprigen Nudelnester zerbrechen bei den ersten Bissen. Doch sie schmecken einfach zu gut. Da darf das Ganze hinterher auch gern mal, dank Ketchup, wie ein Unfall aussehen.

Patty

Kulinarischer Querschnitt

Das Patty ist erstaunlich platt und rund. Das ruft sofort Erinnerungen an die TK-Variante hervor. Leider ist es zudem definitiv sowas von gut durchgebraten. Glücklicherweise ist es trotzdem saftig und aromatisch.

Medium scheint bei Chilees Korean Burger ein Fremdwort zu sein. Auch der von mir Ende 2016 verköstigte Ramen-Burger kam mit einem Patty daher, das definitiv keinen rosa Schimmer mehr hatte. Schade eigentlich. Dennoch schmeckte das Fleisch saftig und wohlgewürzt.

Soßen

Nachdem ich mich 3x erkundigt habe, ob die Wasabi-Mayo nicht wirklich, wirklich (zu) scharf sei, wurde ich nicht enttäuscht. Die kräftigte Wasabi-Note wurde durch die Mayo ordentlich gedämpft. Für meinen Geschmack: ganz wunderbar. Von der Koreanischen Burgersoße fehlte jedoch jede Spur – auch geschmacklich. Entweder hatte sie augenblicklich mit der Wasabi-Mayo vermischt oder sie war gar nicht auf dem Burger?! Zudem wirkte die Komposition ein wenig lieblos zusammengebastelt. Aber nun gut, auf einem Streetfood-Festival muss es eben meistens schnell gehen.

Das Weißkohl-Kimchi auf dem Ramen-Burger überzeugte mich viel mehr und harmonierte SO gut mit den Nudelnestern. Kimchi ist typisch für die koreanische Küche. Darunter versteht man die Zubereitung von Gemüse (vor allem Kohl) durch Fermentierung, meist durch Milchsäure. Es wird hierzulande gar als Superfood gehandelt. Dadurch schmeckt es leicht säuerlich – aber dennoch frisch. Ketchup und Mayo zauberten den üblichen Burgergeschmack herbei.

Fazit

Das Konzept vpn Chilees Korean Burgers gefällt mir. Anstatt auf 08/15-Burger zu setzen, werden neue Experimente – mit koreanischer Note – gewagt. Vor allem der Ramen-Burger hat es mir angetan, den ich zu gern weiterempfehlen möchte. Der Black-Wasabi-Burger ist zwar optisch ein Highlight aber geschmacklich überzeugt er nicht vollends.

★ ★ ★ ★ ☆
Wäre das Patty Medium gebraten, würde der Ramen-Burger ganz weit oben mitspielen.

★ ★ ★ ☆ ☆
Der Black-Wasabi-Burger sieht toll aus, aber ist im Großen und Ganzen doch nicht so außergewöhnlich, wie gedacht.