Barker Bites Streetfood (B)

Burger, soweit das Auge reicht!

Mitte Juli fand das Beer & Burger Festival in Hamburg-Altona statt. Ein bunter Mix aus unterschiedlichsten kleinen und auch größeren Ständen, die fast alle Burger anboten, stellte meine Entscheidungsängste auf eine wahrlich harte Probe. 08/15-Burgervarianten gab es en masse, doch ein Stand mit dem selbstgebastelten Holzschild mit der Aufschrift „Cod damn! Fish Burger“ zog mich magisch an. Ich mag Fisch, solange er nicht zu sehr nach Fisch schmeckt und Burger ja sowieso. Und ich fragte mich: Wird das meine neue Lieblingskombi?

Ambiente

Selfmade-Charme

Die Bedienung war very british. Wie sich herausstellte, haben sie ihre Homebase in Berlin aber touren unter dem Namen „Barker Bites Streetfood“ quer durch Deutschland und Österreich, um die Menschen mit„the taste of Great British Streetfood“ zu beglücken.

Auch die Fish & Chips sahen herrlich, doch meine Wahl fiel ’türlich auf den Cod-Damn!-Burger (8,00 €).

Der Cod-Damn!-Burger macht seinem Namen alle Ehre und kommt mit einem Kabeljau im Teigmantel, rustikalen Bun, Zitronen-Limetten-Aioli, Salat, roten Zwiebelringen und frittierten Tintenfischringen als Topping daher

Bun

Das Bun im Vollkorn-Look ist leider recht enttäuschend, da es trocken ist und mich ein wenig an günstiges Pseudo-Körner-Brötchen aus dem Supermarkt erinnert.

Patty bzw. Kabeljau im Teigmantel

Der Teigmantel hat zwar nicht allzu viel Eigengeschmack, kommt dafür aber umso knuspriger und frischer daher. Einige Gräten beweisen, dass es sich bei dem Kabeljau um 100 % Fischfilet handelt. Die kamen etwas unverhofft … Mit Fischstäbchen wäre das nicht passiert. :-p Es fällt zudem auf, dass die Fischportionen stark variieren. Auch das lässt darauf schließen, dass es sich um „echten“ Fisch handelt. Nicht zuletzt überzeugt mich auch der saftige Geschmack davon. Das Topping bestand aus zwei Calamari, die, wenig überraschend, wie frittierte Tintenfischringe schmeckten. Ein nettes Gimmick.

Soßen

Die Zitronen-Limetten-Mayo hat mich sehr neugierig gemacht! Leider wurde etwas sparsam damit umgegangen (vor allem bei Fisch finde ich: Soße muss sein!), sodass sich der Geschmack  gar nicht so richtig entfalten konnte. Dazu kam ja noch das trockene Bun … alles etwas unglücklich. Auch die rohen, roten Zwiebeln und der grüne Tupfer des Salatblatts haben mich nicht so richtig erfüllt. Ich mag Zwiebeln wirklich gern, aber die stachen viel zu sehr heraus.

Nice to have

Ist es eine Frühlingsrolle? Ist es Wurst? Nein, es ist ein Mars Attack! 💯

So richtig um den Finger gewickelt hat mich Barker Bites tatsächlich mit einer ganz anderen Spezialität. Mit einem Aufpreis von 2 € gab es ein Mars Attack, also einen frittiertes Mars, dazu. Dazu war der Riegel zuvor in einen ganz ähnlichen Teig getunkt worden, um sich anschließend eine Weile im Frittierfett zu suhlen. Ein langgehegter Traum wurde wahr: frittierte Schokolade zu Essen. Ich meine, was gibt es besseres, als zwei der besten Dinge auf dieser Welt miteinander zu vereinen?! 😍 Vor allem diejenigen, denen von meiner Rezension des Donut-Burger (Baseburger) das Wasser im Mund zusammenlief, sei empfohlen: Falls sich die Möglichkeit bietet – unbedingt probieren!

Fazit

Der szenige Auftritt von Barkers Bites passt leider nicht mit dem zusammen, was serviert wird. Der „Cod damn!“ kommt trocken und gar recht langweilig daher. Mit mehr (und fein abgeschmeckter) Soße und einem anderen Bun würde das Ganze vermutlich schon ganz anders schmecken. Das ist definitiv noch ganz viel Luft nach oben!

★ ★ ☆ ☆ ☆
Der Kabeljau-Burger sieht zwar fantastisch aus aber hüpft nun mal so gar nicht auf der Zunge. Doch das frittierte Mars hat mich umgehauen. Man muss ja auch mal als Burgermeisterin über den Tellerrand schauen und so … 😉

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