Luke’s Urban Food (HH)

Zugegeben, ich bin schon so eine kleine Nostalgikerin … Als ich die Location der im April 2017 frisch eröffneten Burgerschmiede Luke’s Urban Food betrete, erinnert mich noch so einiges an Die Herren Simpel – eine Bar, die 14 Jahre lang das Bild der Schanze prägte. Und zack, war sie (gefühlt) von einem Tag auf den anderen verschwunden. Als mir zu Ohren kam, dass eine Burgermanufaktur ihren Platz einnehmen sollte, wurde ich natürlich hellhörig. Als das Essen schließlich vor meiner Nase steht, entdecke ich auf dem Tablett einen kleinen aber feinen Hinweis: „Stock’s – Luke’s Urban Food“. Dahinter verbirgt sich der Hamburger Gastronom Heiko Stock, der sich in der Hansestadt nicht nur durch sein Restaurant, sondern auch durch seine (Salat-)Soßen einen Namen gemacht hat. Da liegt so ein Burgerlädchen natürlich nahe …

Ambiente

Luke’s Urban Food zählt definitiv zu einem der großen Burgerläden. Hier gibt es massig viel Platz und bei tollem Wetter lockt der geschütze aber dennoch sonnige Innenhof. Wer lieber Leute beobachten mag, kann es sich auch auf den Bänken vor der Lokalität gemütlich machen und genießt ein wenig die Schanzeria.

Auch wenn der internationale Tag des Cheeseburgers erst am 18. September stattfindet, entscheide ich mich für die käsige Variante (6,50 €)

Ein Beef-Patty, Cheddar, Salat, Tomaten, Gurken, Gurken-Zwiebel-Relish, Luke’s Burgersoße und eine Art Ciabatta-Bun zeichnen den Cheeseburger aus

Bun

Das Bun erinnert mich an eine Mischung aus einem Toast- und Ciabattabrötchen. Dadurch, dass es recht fest, aber dennoch fluffig und ungewohnt flach, ist, fühlt man sich nicht zu sehr gesättigt. Das Bun lässt gewissermaßen dem Beef-Patty und allem drumherum den absoluten Vortritt.

Patty

Bei der Bestellung wurde ich nicht nach dem gewünschten Gargrad gefragt und als ich in den Burger beiße, merke ich eines: Das Patty ist zwar saftig aber definitiv Well Done. Seltsam, das hätte ich bei einem Ableger aus der Sternekoch-Dynastie von Heiko Stock doch anders erwartet. Dadurch, dass die Soße und das Gurken-Zwiebel-Relish (das ich nicht so recht entdecken kann), recht sparsam dosiert sind, sticht der Geschmack des Beefs sehr heraus. Ich kann nicht so recht festmachen, woran es liegt aber es scheint die Würzung zu sein, die mir nicht wirklich zusagt. Trotz Cheddar schmeckt mir das Fleisch zu fleischig und erscheint mir zu lasch.

Pommes

#pornös
Liebe auf den ersten Blick!

Respekt! Die „Pornofritten“ machen ihrem Namen alle Ehre! Vermutlich wären die Pommes allein für sich recht langweilig – auch wenn sie schön knusprig sind. Doch mit einem Topping aus hausgemachter Remoulade, Röstzwiebeln und Kresse wird das Fritteninferno zu einem Gedicht! Durch das voluminöse Topping bleiben die Pommes länger warm, welch schöner Nebeneffekt.

Soßen

Luke’s Burgersoße und auch das Gurken-Zwiebel-Relish haben mich tatsächlich, vielleicht ja auch aufgund ihrer geringen bzw. (Non-)Existenz, nicht beeindruckt. Doch die Remoulade kann sich sowas von sehen – und schmecken lassen! Sie ist leicht zitronig und herrlich fein abgeschmeckt.

Nice to have

Der Empfang war offen und herzlich. Das vermisst man in so manch überfülltem Burgerladen manchmal.

Fazit

Der Cheeseburger als Gesamtkonstrukt hat mich nicht wirklich überzeugt. Doch bei den Fritten war es Liebe auf den ersten Blick. Ganz schön #pornös! Für die Pommes werde ich Luke’s sicherlich noch einen zweiten Besuch abstatten.

★ ★ ☆ ☆ ☆
Burger so la la, aber: Pornofritten for President

Geheimtipp der Burgermeisterin:
Platz, Platz, Platz! Bei Luke’s Urban Food lässt es sich sicherlich auch mit größeren Gruppen ganz entspannt burgerieren. Das hat in der Hamburger Burgerlandschaft ja eher einen Seltenheitswert.

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