Baseburger (WAT)

Manchmal muss man einfach nur Glück haben. Riesengroßes Glück. Vergangenes Wochenende war ich mit Freunden in Bochum unterwegs und ohne Frage, da standen selbstverständlich Burger auf dem Speiseplan. Da wir alle ortsunkundig waren und ich weiß, dass der Konsum von Burgern am Wochenende zu einer ziemlich langwierigen und zuweilen stressigen Angelegenheit werden kann, fiel unsere Wahl auf Baseburger im etwas abseits gelegenen Wattenscheid. Wir ergatterten den allerletzten freien Tisch. Hier eröffnete sich hier ein wahres Burger-Eldorado, das in diesen Gefilden bekannt zu sein scheint wie ein bunter Hund.

Ambiente

„Baseburger – Restaurant, Cocktailbar“ lässt einen als eingefleischte Burgermeistern zunächst etwas erschaudern, doch das geräumige und dennoch gemütliche Ambiente lädt in der Tat dazu ein, nicht nur seinen Burger zu zelebrieren, sondern darüber hinaus zu verweilen. Und eventuell den ein oder anderen Drink zu konsumieren … sofern man nicht augenblicklich ins Fresskoma fällt und eigentlich nur noch Hause gerollt werden möchte. 😉

Als ich auf der Karte „The Sweet Pornstar“ (8,50 €) entdecke, ist es um mich geschehen. Seit mir vor einer Weile ein Rezept mit Donuts anstatt 08/15-Buns in die Hände gefallen ist, fantasiere ich davon, mich damit einmal zu verwirklichen.

The Sweet Pornstar: Zwischen zwei süßen Donuts räkeln sich ein Beef-Patty, Chesterkäse, Bacon, Salat und Jack Daniel’s BBQ-Sauce

Bun

Zugegeben, ich bin eigentlich kein großer Fan von herzhaft-süßen Kombinationen. Aber: Die zwei Donuts machen sich ausgesprochen gut auf diesem Burger. Auf Nachfrage erzählt man mir, dass sie von einer Bäckerei auf Wunsch von Baseburger produziert werden und in der Tat, sie sind herrlich fluffig und schmecken wirklich ganz hervorragend. Vor allem in Kombination mit dem Bacon … 😋 Süß trifft auf salzig. Pornös. Apropos, für den mega Hunger lockt „The Fat Pornstar“ mit drei karamellisierten Donuts, Pulled Pork und einem Beefpatty. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Patty

Bäm! Baseburger verwendet hochwertiges Fleisch der Färse, d. h. des weiblichen Jungrinds. Ähnlich wie Dulf’s Burger (HH). Da die Färsen, laut eigener Angabe, überwiegend im Weidegang gemästet werden, lagert sich das Fett nicht auf dem Muskel ab, sondern wird vielmehr als feine Marmorierung im Fleisch eingeschlossen. Kurzum: Das ist eines der allerbesten Beefpatties, die ich bislang gegessen habe. Medium gebraten und unsagbar saftig und zart. Puh, ich könnte schon wieder. 😏 Die Kombination mit dem Bacon, Chesterkäse und der BBQ-Sauce ist himmlisch. Meine anfängliche BBQ-Skepsis löst sich alsbald in Wohlgefallen auf, da man nur eine sanfte Rauchnote als i-Tüpfelchen herausschmeckt.

Pommes

Die „Johnny’s fries“ kommen mit Kartoffelfritten, Pulled Pork, Coleslaw, karamellisierten Zwiebeln, Honey-Mustard-Soße und Sour Cream daher

Mein nächstes Highlight: Die Johnny’s fries! 08/15-Fritten ade. Auf einem Bett aus Pommes wird mitunter herrlich zartes und perfekt abgeschmecktes Pulled Pork serviert. Darauf lagert eine Schicht Honig-Senf-Soße und Sour Cream sowie karamellisierte Zwiebeln. Das Topping bildet eine ordentliche Portion Coleslaw. Wenn man das Ganze geschickt stapeln würde, hätte man quasi einen zweiten Burger – mit Pommesbun. Der Coleslaw erinnert mich etwas zu sehr an Kohlsuppe, da fehlt für meinen Geschmack die Mayo. Doch das Gesamtkunstwerk ist eine Wucht! Und definitiv für mindestens zwei Personen geeignet. Letztendlich sitzen wir zu viert daran.

Soßen

Die Soßen laufen in der Frittenkunst zur Höchstform auf. Dass die „Jack Daniel’s BBQ-Sauce“ auf dem Donut-Burger scheinbar nicht selbstgemacht ist, lässt sich verschmerzen, da sie sich doch ganz wundervoll eingliedert.

Nice to have

Es ist ja in gewisser Weise ganz charmant, dass die Burger ohne Besteck serviert werden. Man weiß bei Baseburger, wie gute Burger-Etikette geht. Doch das Pommeskonstrukt stellte definitiv ein Hindernis dar … Es klärt sich schnell auf, dass das Besteck lediglich vergessen wurde. Schwamm drüber.

Fazit

Wer hätte gedacht, dass Wattenscheid einen der besten Burger bereithält, den ich je gegessen habe? Und das sind ja mittlerweile so einige … Ich bin überrascht, erfreut und immer noch völlig euphorisch. „The Sweet Pornstar“ macht seinem Namen alle Ehre: welch pornöses Burgererlebnis! Auch wenn an den Wartezeiten durchaus noch ein wenig gearbeitet werden könnte.

★ ★ ★ ★ ★
Superb & höchst pornös!

Geheimtipp der Burgermeisterin:
Auf der Karte von Baseburger steht übrigens auch ein Eisburger: mit Brioche-Bun, Erbeer-Ahornsirup-Cocos-Minz-Chutney, Vanille-Eis-Patty, ummantelt mit Schoki und Minzblättern – garniert mit weißer und dunkler Schoki-Soße. Da sollte man doch gleich die (nächste) Reise nach Wattenscheid planen! 😃

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