Burgerie (B)

Wie gern hätte ich diesen ultimativen vierfach Cheesy mit nach Hause genommen … Nächstes Mal! Allerdings täuscht auch die Dimension nicht über den geringfügigen Plastikgeschmack hinweg. 😉 Wenn man gute Freunde in Berlin hat, deren Freundschaft zwar ganz sicher nicht ausschließlich, aber mitunter, auf einer beiderseitigen Leidenschaft für Burger (wer hat da nur wen angesteckt?!) basiert, fällt die Wahl eines entsprechenden Lokals nicht weiter schwer. Dieses Mal besuchen wir die seit 2011 in Prenzlberg ansässige Burgerie.

Ambiente

Die Burgerie besteht aus einem nahezu quadratischen Raum, in dem etwa vier bis fünf Tische Platz finden. Durch den Teppichboden und die unzähligen Bilderrahmen an den Wänden fühlt sich wie in einem urigen Wohnzimmer – und sofort wohl. Am Wochenende kann es jedoch auch schnell kuschelig werden, also jegliche Berührungsängste bleiben bitte draußen.

Da die Karte wirklich umfangreich ist, ich aber heute recht entscheidungsfaul bin, bestelle ich einen Double Cheeseburger (5, 10 €) und eine Portion Süßkartoffelpommes.

Der Double Cheeseburger kommt mit Blattsalat, Tomate, Gewürzgurke sowie  Ketchup und Mayo daher

Bun

Das Burgerbrötchen wird als „Standard“ auf der Menükarte geführt – und das trifft es eigentlich ganz gut. Nichts Besonderes, aber es schmeckt ganz gut. Zur Auswahl stehen außerdem Bio-Roggenbrötchen (+ 0,60 €) oder ein gluten- / laktosefreies Bun (+ satte 1,50 €).

Patty

Die Burgerie distanziert sich bewusst von industriell gefertigen TK-Patties (Applaus!) und verwendet ausschließlich Bio-Rind, das auf dem Lavasteingrill zubereitet wird. Hierbei lässt sich jeder Burger (auch mit Hähnchen oder Fisch) in drei Varianten bestellen: Mit einem 100g, 160g oder 230g schweren Patty. Eine grandiose Idee, wie ich finde. Da ist mit dem 100g-Patty auch mal etwas für den kleinen Hunger dabei. Oder eben mit 230g für den ganz, ganz großen Hunger. Meine Wahl fällt auf die 100g-Variante, damit noch Platz für das ein oder andere alkoholische Getränk bleibt, das im Anschluss folgen sollte. Beste Entscheidung.

Pommes

Die Süßkartoffenfritten gehen voll klar. Sie katapultieren mich zwar nicht sofortig in den 7. Pommeshimmel aber sie schmecken solide – und gut.

Soßen

Die angebotenen Dips lassen sich entweder in die Burgerkonstruktion integrieren oder mit den kartoffeligen Beilagen kombinieren. Ich musste also unbedingt die Pesto-Mayo ausprobieren. In Kombi mit den Süßkartoffelpommes: superb.

Nice to have

Zum Essen bzw. zum Besteck werden definitiv mehr als eine einzige Serviette gereicht. Das erfreut mich als Burgermeisterin sehr.

Fazit

Der Double Cheeseburger ist für den Preis von etwas mehr als 5 € ganz wundervoll! Preis-Leistungs-Verhältnis = 100 Punkte. Wer hier jedoch einen Gourmetburger der Extraklasse sucht, wird das Lokal vermutlich mit vollem Magen aber auch etwas enttäuscht verlassen. Der Grund hierfür sind die etwas überladene Karte und die zweitklassigen Bun. Dass die Burgerie in der Hipsterhauptstadt gluten- bzw. laktosefreie Brötchen anbietet, ist keine große Überraschung. Dennoch stolpert man (wie auch bei dem Bio-Roggenbun) leider über den enormen Aufpreis.

★ ★ ★ ☆ ☆
Preis-Leistungs-Verhältnis: Tipptopp

Geheimtipp der Burgermeisterin:
Es gibt ein Gold-Menü, das aus einem 160g-Beef-Patty mit doppelt Chester, Avocadocreme, getrockneten Tomaten und Bacon sowie einem frei wählbaren Dip besteht. Der absolute Clou dabei: Der Burger und die Kartoffelbeilage sind mit essbarem Gold besprüht! #nextlevel. Bäm, oder? (Auch wenn ich die Idee zuerst hatte. Mit Blattgold funktioniert das nämlich auch verdammt gut … ✨) Tadaaaa:

Du strahlst so schön! Die ultimate Burgerveredelung à la Burgermeisterin. (Hier bei Hensel Burger in HH)