Mom’s Diner (OL)

Da es mich privat wie ein Magnet immer & immer wieder nach Oldenburg zieht, war ich natürlich sofort neugierg, was sich hinter Mom’s Diner versteckt.

Ambiente

Rock ’n‘ Roll, Baby! Nicht nur von außen, sondern auch von innen mutet Mom’s Diner mit seinen schwarz-weiß-gekachelten Tischen, den knallroten Stühlen und den unzähligen Blechschildern wie ein typisch amerikanischer Diner an. Das Deko-Konzept ist stringent durchgezogen – man fühlt sich direkt in die USA der 50er- und 60er-Jahre katapultiert.

Der Burger mit einem farbigen Bun und dem famosen Namen Red Robin (ca. 6,50 €) soll es sein! #neuland

Tandoori-Chicken, gegrillte Ananas, Chester, Tomate, Rucola und Cheesy-Soße zeichnen den Red Robin aus

Bun

Ein rotes Bun! Ich MUSS es einfach probieren. Auf Nachfrage erfahre ich, dass das Bun nicht selbstgemacht ist. Schade drum. Aber dafür weiß ich jetzt, dass es mit Tomate eingefärbt wird. Man lernt ja schließlich nie aus. Leider täuscht die Farbe nicht darüber hinweg, dass es etwas dröge daher kommt.

Patty

Bzw. in diesem Fall: Tandoori-Chicken. Sieht aus wie Hähnchen und schmeckt auch so. Die Würzung in Kombi mit dem Käse ist durchaus lecker. Die Ananas empfinde ich als überflüssig aber das ist wohl reine Geschmackssache. Mich erinnert das alles ein wenig an einen verkappten Toast Hawaii – als charmante Burgerreinkarnation.

Pommes

Noch eine Besonderheit, die mir in anderen Burgerlädchen selten über den Weg läuft: Curly Fries. Daran hängen so einige Erinnerungen an meine Kindheit, Nostalgie pur. Sie sind leider bereits etwas kalt, als sie den Weg zu mir finden. Die Würzung und Konsistenz sind aber ganz genau so, wie ich die guten, alten Curly Fries in Erinnerung habe,

Soßen

Die Soßen überraschen! Obwohl ich normalerweise einen großen Bogen um all die fancy BBQ-Dinge mache, lasse ich mich dazu überreden, die hausgemachte Variante zu probieren. Die hauchfeine Rauchnote überzeugt. Dahingegen hält die Spezialsoße leider nicht, was sie verspricht. Sie sieht aus wie Ketchup – und schmeckt auch so. Vielleicht etwas frischer, aber das kann auch Einbildung sein.

Nice to have

Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich habe mich sofort ein wenig in das Geschirr verguckt. Die typischen Imbiss-Pappteller finden sich hier in der schönen Porzellanversion wieder. Davon hätte ich ja auch zu gern selbst welche zu Hause … An der Mayo-, Ketchup und / oder Serviettenfront gibt es nichts Neues zu berichten. Nächstes Mal bitte mehr Servietten, danke. 🙂

Fazit

Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt bei Mom’s Diner. Und ja, es handelt sich auch nicht unbedingt um Fastfood. Allerdings spielt der Laden ganz und gar nicht in einer Liga mit den übrigen von mir getesten (Gourmet-)Burgern. Für den kleinen-großen Hunger zwischendurch sind die Burger super, das Ambiente besticht aber es ist und bleibt – wie der Name schon sagt – ein Diner.

★ ★ ★ ☆ ☆
ziemlich gut aber da ist noch Luft nach oben

Geheimtipp der Burgermeisterin:
Mir kam jüngst zu Ohren, dass Mom’s Diner sein Fleischangebot umstrukturiert und demnächst auf Dry-aged Beef aus der Region setzt. Das macht neugierig.

Flotten Happen (Langeoog)

Herrlich, Langeoog gehört mit seinen knapp 20 Quadratkilometern zu einem der wenigen Fleckchen Erde, das ganz ohne Big M oder sonstige einschlägige Fast-Food-Fauxpas auskommt. Aber auch gute und hochwertige Burger suchte man auf der Nordseeinsel bislang vergeblich. Bei meinem letzten Besuch im Oktober 2016 stach mir Flotten Happen im Zentrum der Insel direkt ins Auge. Challenge accepted.

Ambiente

Wie heißt es so schön? „Es gibt kein schleches Wetter, nur falsche Kleidung.“ Dennoch zieht es – zumindest bei herbstlichen Temperaturen – bei Flotten Happen wie Hechtsuppe. Daran lässt sich auch das Ambiente ablesen: Es ist vielmehr ein Imbiss. In der Mitte des Raums steht ein enormer Holztisch mit hohen Stühlen, der einen perfekten Blick auf die umliegenden Tische und in die offene Küche garantiert. Aber die offenen Türen scheinen sagen zu wollen: „Nicht lang schnacken, Kopp in Nacken“ – zu hochdeutsch: Verweile nicht so lang, sondern iss deinen Burger und gehe weiter auf Erkundungstour.

Heute sollte es ein klassischer Cheeseburger (ca. 6 €) sein.

Salat, (frische) Gurke, Tomate, Käse und ein ansehnliches Patty – der Cheeseburger bei Flotten Happen ist komplett

Bun

Das Burgerbrötchen kommt zwar etwas zerknittert daher, stammt aber aus der inseleigenen Bäckerei ‚Seekrug‘. Und das schmeckt man. Sehr lobenswert.

Patty

Frisch und vor allem saftig schmeckt das Beef. Tadellos. Das Ganze könnte lediglich ein wenig mehr Würzung vertragen.

Pommes

Schmecken! Sind aber nicht weiter überraschend.

Soßen

Meine ungeteilte Konzentration gilt dem Burger, deshalb kann ich hier nicht tiefer in meinem Erfahrungsschatz kramen.

Nice to have

Der Burger wird in einem praktischen und wiederverwendbaren Körbchen serviert. Das gefällt und passt zum Ambiente. Die Servietten aus Recyclingpapier waren wiederum gut gemeint aber in der Handhabung eher Quatsch. Viel zu dünn und nicht saugfähig.

Fazit

Langeoog kann Burger! Mein nächster Besuch auf der „Insel des Lebens“ ist also besiegelt. Allerdings orientiert sich das Burgersortiment für einen Imbiss eher am höheren Preissegment. Für 1-1,50 € weniger hätte es auch mindestens einen Stern mehr gegeben.

★ ★ ★ ☆ ☆
Gutes Mittelfeld